Wie prüfe ich als Coach meine Wirkung?

Gestern war ich en einem debriefing zweier Coaches anwesend. Sie haben zusammen eine Checkliste abgearbeitet.

Checkliste.. naja, irgendiwe öde… oder?

Sie haben  „The Seven C’s of Effective Teaching“ zusammen abgearbeitet.

Was zuerst ziemlich langweilig ausgesehen hat entpupte sich als sehr spannender Ansatz um die Wirkung als Coach oder als Lehrer auf die Klasse zu prüfen und zu reflektieren.

Caring about students (nurturing productive relationships);
Controlling behavior (promoting cooperation and peer support);
Clarifying ideas and lessons (making success seem feasible);
Challenging students to work hard and think hard (pressing for effort and rigor);
Captivating students (making learning interesting and relevant);
Conferring (eliciting students’ feedback and respecting their ideas);
Consolidating (connecting and integrating ideas to support learning).

Beispiele zu den 7 C’s

Caring about students: “The teacher in this class encourages me to do my best.”
Captivating students: “This class keeps my attention – I don’t get bored.”
Conferring with students: “My teacher gives us time to explain our ideas.”
Controlling behavior : “Our class stays busy and doesn’t waste time.”
Clarifying lessons: “When I am confused, my teacher knows how to help me understand.”
Challenging students: “My teacher wants us to use our thinking skills, not just memorize things.”

 

Der original Blog ist hier nachzulesen: http://thepositiveclassroom.org/the-seven-cs-of-effective-teaching/

Ich habe mir vorgenommen beim nächsten Pair-Training oder Coaching diese sieben C’s mal durchzusprechen.

 

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Hear no evil, say no evil

In letzter Zeit wurde mir immer wieder gespiegelt, das ich Probleme anspreche, beziehungsweise über Probleme spreche statt Lösungen zu skizzieren.

Mal abgesehen ob die Aussage stimmt oder nicht, ich habe angefangen mich zu beobachten, was erzähle ich. Tatsächlich spreche ich oft Misstände an oder lege den Gesprächsfokus auf Probleme.

Einerseits ist es ja auch eine der Aufgaben eines Trainers oder eines Coaches „Dinge“ auf den Tisch zu bringen, damit sie besprechbar sind oder in das Bewusstsein des Teams oder der Person gelangen.

Andererseits sehe ich in meiner Tätigkeit auch ganz oft Situationen, Regeln, Verhalten, Prozesse die nicht den agilen Werten entsprechen. Es könnte schon sein, das dadurch meine Wahrnehmung entsprechend geprägt wird und ich dadurch viel über „Schlechtes“ spreche.

Ich werde mich in der nächsten Zukunft einmal beobachten und versuche herauszufinden ob ich beeinflusst bin. Alternativ könnte es ja auch sein, das mir die Fantasie oder die Vorstellungskraft fehlt für jedes „Problem“ in der Arbeitswelt eine Lösung bereit zu halten…. moment mal…. müsste ich als Coach nicht die Coache an die Lösung heranführen, nicht selber liefern?

Eventuell muss ich mich in der nächsten Zeit nur achten wer an mich den Anspruch stellt eine Lösung liefern zu müssen. Dann weis ich auch welche Baustelle ich an mir und auch am Fragestelle finden kann.

 

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Manage work – lead people

Bei meinen Einsätzen als Agile Coach mache ich in letzter Zeit immer mehr die Erfahrung, dass es sehr schwierig ist, sich in einer konventionellen, hierarchischen Organisation auf das agile Prinzip „manage work – lead people“ zu fokussieren. Warum? Eine Kernkompetenz der Manager in hierarchischen Organisationen ist das „Manage people“. Also, Organigramme definieren, Organigramme anpassen, Reorganisationen durchführen, Ressourcenplanungen erstellen, etc.

Fazit: Konventionelle (organisatorische) Veränderungen finden über Reorganisationen statt, es wird an der Aufbauorganisation anstatt der Ablauforganisation gearbeitet.

Agilität bedeutet ja das schnelle Reagieren auf Veränderungen. Und genau hier wollen wir uns verbessern. Die Ablauforganisation, also die Wertschöpfungskette in der Unternehmung soll optimiert werden. Und dies nicht nur einmal, sondern immer wieder. Ganz im Sinn: run a changing system. So gesehen sollen die Interaktionen zwischen den Wertschöpfungspartner agilisiert werden. Also MANANGE WORK, lead people :-).

Wie bringe ich jetzt die Manager dazu, den Fokus der organisatorischen Veränderung auf die Ablauforganisation zu legen? Ich habs bis jetzt nur Ansatzweise geschafft, indem ich:

  • Fokus auf die Vision und die Mission lege
  • Fokus auf den Kunden und deren Bedürfnisse lege
  • Fokus auf den Wert unserer Organisation und die Wertschöpfungskette lege
  • Anschliessend die Vision so weit runterbrechen, damit die Handlungsfelder für das nächste halbe Jahr konkretisiert sind
  • Den Beitrag an die Wertschöpfungskette explizit mache und diesen visualisieren

Das tönt alles vernünftig und wäre sicher ein gangbarer Weg. Aber, wie bereits oben erwähnt, wenn man zuerst die Organisationsstruktur festlegen will, für etwas, was man noch gar nicht kennt, dann wirds wieder mal haarig :-).

Bis jetzt ist es mir noch nie gelungen, die Manager so umzustimmen, dass sie effektiv zuerst die Ablauforganisation gestalten. Auch hier gilt für mich, ich muss da einfach noch mehr Erfahrung sammeln und ev. hat mir ja einen Leser eine zündende Idee :-).

 

 

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