Der Life Owner

Eine Analogie…

Magst du dein Leben? Gestaltest du dein Leben selbst?
Dann bist du ein Product Owner – oder nennen wir‘s Life Owner.

Du hast bereits viele Dinge auf Done. Einiges hat dich weitergebracht, einiges nicht. Das ist ganz okey, wir lernen ja mit dem Älterwerden unsere Zeit dafür einzusetzen, was uns wirklich einen Mehrwert bringt – sei es persönlich, zwischenmenschlich oder beruflich.
Nebst den Dingen auf Done hast du auch einiges in Progress, in Plan oder in deinen Options. Du schreibst dein Life Backlog ständig um… -> Refinement. Du überlegst was du alles noch anstellen möchtest um deinem Leben Sinn zu geben, einfach glücklich zu sein oder dorthin zu kommen wo du gerne möchtest.

Dann gibts bestimmt Dinge, die du in deinem Kalender festhälst -> Planning. Du planst wahrscheinlich so 2-3 Wochen im Voraus -> Selected Life Backlog. Dinge die weiter in der Zukunft liegen sind eher noch unklar -> Backlog. Natürlich gibt‘s einige Meilensteine -> Releaseplan, wie z. B. Urlaub, das ist natürlich bereits fett in deinem Kalender eingetragen.

Ab und zu zeigst du deinen Freunden, deiner Familie oder deinen Arbeitskollegen was du in letzter Zeit so gemacht hast, z.B. Ferienfotos -> Review.

In deinem Leben wirst du immer von irgendwelchen Menschen umgeben oder begleitet. Für deine Weiterentwicklung – in allen Bereichen – sprichst du mit ihnen und überlegst dir was gut läuft und was nicht -> Retrospektive. Du sprichst mit ihnen darüber was du allenfalls ändern könntest -> New Life Backlog Item, um deinem Leben Sinn zu geben, einfach glücklich zu sein oder dorthin zu kommen wo du gerne möchtest.
Viel Spass beim Backlog Management liebe Life Owner.

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Der Weg zum Kanban System

Mit meinem Arbeitskollegen Ivo Kronenberg habe ich während meiner Kanban-Coaching-Ausbildung den Weg zum Kanban-System strukturiert und visualisiert:

Der Weg zum Kanban System

Erstens bin ich Fan von Struktur und ich wollte dem ganzen Kanban-System-Coaching eine verständliche Struktur verleihen. Sie soll mir und dem Kunden helfen sich zurechtzufinden.

Weiter wollten wir aufzeigen, dass ein Arbeitssystem immer optimiert werden kann. Es geht somit nicht um die einmalige Einführung von Kanban sondern insbesondere um die Weiterentwicklung. Hier braucht es Disziplin, Mut und Wille.

Oft brauche ich das Bild schon bei der Auftragsklärung. So kann ich dem Kunde auf sehr einfache Art erklären, was ihn etwa so erwartet.

Im Kanban gibt es keine offiziellen Rollen. Wir haben trotzdem den Kanban Leader visualisiert, weil wir oft die Erfahrung machen, dass es jemanden im Team geben muss, der dieses Kanban hütet. Wir als Coaches sind nur sporadisch vor Ort und können diese Hüter-Rolle nicht einnehmen.

Also, feel free, dieses Big Picture zu verwenden. Feedback ist jederzeit herzlich willkommen.

 

 

 

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Iteration Zero hat den Theorie-Test bestanden ;-)

Heute durfte ich am Mobile Business Forum der Hochschule St. Gallen am Podiumsgespräch teilnehmen. Ich durfte dort mich als Agile Coach der SBB sowie das Framework Iteration Zero, welche ich mit Ruedi Gysi gemeinsam designed habe, präsentieren.

Hier findet ihr die aktuelle Visualisierung der Iteration Zero.

Die Iteration Zero schliesst die Lücke zwischen der Produktidee und dem Initialen Backlog. Die Erfolgsfaktoren bei einer Iteration Zero sind:

  • das Team (interdisziplinär, keine Hierarchie, kein Macht Gefüge)
  • den Zeit & Raum für die Zusammenarbeit
  • Fokus auf den Kunden und den Wert (für die Firma und/oder den Kunden)
  • professionelle Moderation der Workshops

In der HSG wird aktuell in einer Doktorarbeit das „neue“ Innovationsframework designed, welches auf der Activity Theory basiert. Auch hier finden sich die gleichen Erfolgsfaktoren wie bei der Iteration Zero:

  • die Nähe zum Kunde
  • iterative Entwicklung der Produktidee
  • Raum & Zeit zur Verfügung stellen
  • dem Team das Vertrauen und einen Geldbetrag zur Verfügung stellen, um seine Produktidee als PoC zu lancieren

Wer ist jetzt schneller, die Forschung oder das Fussvolk? 😉

Mein Fazit des heutigen Tages:

  • Beim Machen /Umsetzen blühe ich auf, ich habe grosse Mühe mit theoretischen Abhandlungen ohne Bodenhaftung
  • Lernen tun wir nur, indem wir etwas umsetzen. Und dann reflektieren ;-). Ev. umfallen und dann wieder aufstehen… Krönchen richten… und weitergehen. (Resilienz nennt sich das;-))
  • Agilität ist Tod, es lebe die Agilität!

 

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