Der heilige Gral der Fokussierung

Gestern durfte ich bei einem Scrumteam coachen. Eines der grössten Probleme dieses Team ist es, dass ihre Entwickler und alle anderen im Team nur 1-2 Tage pro Woche für diese Produktentwicklung leisten können. Alle haben noch x andere Aufgaben, um die sie sich kümmern müssen. Mmhhhh… das Problem begegnet mir in letzter Zeit sehr oft.

Warum müssen wir in der Wissensarbeit immer dieses Multitasking machen? Weshalb erkennen wir nicht, wieviel Energie dabei verloren geht und ändern uns?

Beim Reflektieren ist mir eine schöne Analogie eingefallen:

Wie wäre es, wenn ein Maler 5 Kunden gleichzeitig bedienen würde? Immer streicht er bei einem Kunden eine Wand fertig, muss er bereits zum nächsten. Also alles einpacken, Anreisen, Abdeckung anbringen, Farbe neu Mischen (Achtung, hier sind schon 3 von 4 Wänden gestrichen. Es ist eine grosse Herausforderung, den exakten Farbton bereits zum 4. Mal richtig zu Mischen), die Wand streichen, wieder einpacken, zum nächsten Kunden, auspacken, abdecken, wieder mischen…..

Keiner würde so arbeiten! Alle erkennen auf einen Blick, dass dies extrem ineffizient ist.

Aber wir in der Wissensarbeit arbeiten exakt so. Und haben zusätzlich das Gefühl, dass wir das ohne grosse Ineffizienz Tipp Top hinbringen. Warum sehen wir nicht die Verschwendung? Und warum ändern wir nichts?

Und bekanntlich beginnt jede Veränderung bei einem selbst.

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