Was ist Adaptives Management?

In der Welt des Managements ist der Begriff „Adaptives Management“ ein Game Changer, sagen sie. Aber woher kommt der Begriff? Was hat das für Auswirkungen oder Konsequenzen auf die Organisation?

Ursprünge: Der Begriff wurde in den 1970er Jahren geprägt, besonders im Kontext der Entwicklungszusammenarbeit. Er steht für eine flexible, lernorientierte Herangehensweise an komplexe Probleme.

Abgrenzung zum klassischen Management: Wo das klassische Management auf stabile Strukturen setzt, blüht das adaptive Management in der Unsicherheit auf. Es ist ein Ansatz, der Veränderungen nicht als Störung, sondern als Chance betrachtet.

Agiles Mindset: Adaptives Management fördert ein agiles Mindset – die Fähigkeit, sich anzupassen, zu lernen und in unsicheren Umgebungen erfolgreich zu navigieren.

Die Zukunft gestalten: Heute ist adaptives Management nicht nur in der Entwicklungszusammenarbeit relevant, sondern auch in Unternehmen, die in dynamischen Märkten gedeihen wollen.

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Etwas konkreter:

Adaptives Management: Die Symbiose von Führung und Management

Führung vs. Management: Eine Gegenüberstellung:

Führung: Führung konzentriert sich auf die Inspiration, Ausrichtung und Motivation von Teams. Ein Leader setzt die Vision, inspiriert Mitarbeiter und schafft eine Umgebung, in der Kreativität und Innovation gedeihen können.

Management: Management hingegen ist auf Effizienz, Organisation und Umsetzung ausgerichtet. Ein Manager plant, organisiert, kontrolliert und optimiert Prozesse, um sicherzustellen, dass die Ziele erreicht werden.

Die Vorteile beider Ansätze:

Führung: Führung schafft Sinn, fördert Engagement und ermutigt zu Veränderungen. Sie ist der treibende Motor hinter Innovation und Kreativität und stärkt die Beziehung zwischen Mitarbeitern und der Unternehmensvision.

Management: Management gewährleistet Effizienz, Disziplin und Ausführung. Es bietet Struktur und Kontrolle, was in sich schnell verändernden Umgebungen von entscheidender Bedeutung ist.

Warum Adaptive Management?

Flexibilität: Adaptive Manager können nahtlos zwischen den Rollen von Leadership Persönlichkeit und Managern wechseln, je nach den Bedürfnissen der Situation.

Kontinuierliche Anpassung: In einer sich ständig wandelnden Geschäftswelt ist es entscheidend, schnell auf neue Herausforderungen zu reagieren. Adaptive Manager sind in der Lage, flexibel und proaktiv auf Veränderungen zu reagieren.

Ganzheitlicher Ansatz: Indem beide Führung und Management kombiniert werden, schafft Adaptives Management eine ganzheitliche Herangehensweise an die Unternehmensführung. Es bringt Inspiration und Effizienz in Einklang.

Fazit: Die Debatte um Führung versus Management ist nicht nur akademisch, sondern hat praktische Auswirkungen auf den Erfolg von Organisationen.
Durch die Annahme eines adaptiven Managementansatzes erkennen Unternehmen an, dass sowohl Führung als auch Management integraler Bestandteil einer erfolgreichen Strategie sind.

Eine solche Integration fördert nicht nur ein dynamisches und innovatives Arbeitsumfeld, sondern ermöglicht es Unternehmen auch, sich flexibel an eine sich ständig verändernde Welt anzupassen. In der Synthese von Führung und Management liegt die Kraft des adaptiven Managements.

Wie spricht mein Team?


Als Coach oder Scrum Master nimmt man sein Team an verschiedenen Anlässen oder Meetings in den Blick. Stell dich einmal an den Rand des Raumes und beobachte, wie sich die Mitglieder deines Teams miteinander unterhalten. Hast du schon einmal darüber nachgedacht, ob es in der internen Teamkommunikation Muster gibt?

Ich behaupte, dass du als Coach oder Scrum Master viel über dein Team lernen kannst, wenn du die Kommunikationsmuster erkennst.

Ich nutze zur Unterscheidung folgende Begrifflichkeit: Dialog, Diskussion, Diskurs, Debatte und Interview. Bevor wir loslegen, hier eine Unterscheidung der verschiedenen Formen:

Diese Gesprächsformen lassen sich grob in zwei Kategorien unterteilen: strukturierte Gespräche und informelle Gespräche.

Strukturierte Gespräche:

Debatte:

  • Charakteristik: In einer Debatte vertreten zwei oder mehr Parteien unterschiedliche Standpunkte zu einem Thema.
  • Ziel: Überzeugen des Publikums von der Richtigkeit des eigenen Standpunkts.

Diskussion:

  • Charakteristik: Ein informeller Austausch von Meinungen und Ideen.
  • Ziel: Verständnis fördern, unterschiedliche Perspektiven beleuchten.

Interview:

  • Charakteristik: Eine Person stellt Fragen, eine andere antwortet.
  • Ziel: Informationen sammeln, eine Perspektive vertiefen.

Informelle Gespräche:

Dialog:

  • Charakteristik: Ein offener Austausch von Ideen zwischen zwei oder mehr Personen.
  • Ziel: Gemeinsames Verständnis entwickeln.

Diskurs:

  • Charakteristik: Ein breiter und strukturierter Austausch von Ideen zu einem Thema.
  • Ziel: Tiefgehende Untersuchung eines Themas, oft in einem akademischen Kontext.

Die Unterschiede zwischen ihnen liegen in der Struktur, dem Ziel und der Art der beteiligten Personen. Eine Debatte ist oft formeller und hat das klare Ziel, eine Seite zu überzeugen, während ein Dialog oder eine Diskussion eher auf Verständnis und Zusammenarbeit abzielt. Ein Diskurs kann tiefer und akademischer sein, während ein Interview spezifischer darauf abzielt, Informationen von einer Person zu erhalten. Alle diese Formen können je nach Kontext und Ziel variieren.

Wenn ich nun die Gruppe betrachte, frage ich mich, welche Dialogform gerade genutzt wird. In einem Planning erwarte ich Dialog oder Diskurs. Manchmal ist auch eine Diskussion hilfreich, zum Beispiel, wenn der Security-, Architektur- oder Test-Mensch das Team von etwas überzeugen möchte. Interview oder Debatte finde ich eher unangemessen.

In einer Retro wünsche ich mir am ehesten einen Diskurs oder einen Dialog.

Es gibt viele Beispiele, in denen ich als Coach oder Scrum Master überlege, welche Dialogform die richtige wäre und was mein Team jetzt gerade benötigt. Meine Interventionen zielen dann eher darauf ab, die Kommunikationsform zu ändern, und ich übernehme die Moderation mit diesem Ziel.

Wer kennt die Bill of Rights der Kunden und Entwickler?

Beim Stöbern in der Bücherecke bin ich über „Uncle Bob’s“ Buch Clean Agile. Die Essenz der agilen Softwareentwicklung – Zurück zu den Ursprüngen: Die agilen Werte und Prinzipien effektiv in der Praxis umsetzen gestolpert. Es ist bereits im July 2020 raus gekommen, aber das ist an mir vorbeigerauscht… Jetzt habe ich es entdeckt und gelesen. Ich finde es ein sehr cooles Buch. Es beschreibt die Ursprünge der agilen Bewegung und um was es sich wirklich geht.

Dabei hat er die Bill of Rights der Kunden und der Entwickler erwähnt. Das kannte ich bis heute nicht. Finde diesen als Zusatz zum agilen Manifesto aber sehr spannend und hilfreich.

Einige der Autoren des Agilen Manifests haben die Customer Bill of Rights und die Developer Bill of Rights entwickelt. Durch diese Rechte wird klarer, was agile Entwicklung ist und was nicht. Die Kenntnis dieser gegenseitigen Rechte hilft dem Kunden, den Entwickler zu verstehen und umgekehrt.

Hier die Übersicht:

Kundenrechte (Bill of Rights)
Die Kundenrechte beinhalten die folgenden Punkte:

  • Du hast das Recht auf einen Gesamtplan und darauf zu wissen, was wann und zu welchen Kosten erreicht werden kann.
  • Du hast das Recht, aus jeder Iteration den größtmöglichen Nutzen zu ziehen.
  • Du hast das Recht, den Fortschritt in einem laufenden System zu sehen, das durch wiederholbare Tests, die du festgelegt hast, bewiesen hat, dass es funktioniert.
  • Du hast das Recht, deine Meinung zu ändern, Funktionen auszutauschen und Prioritäten zu ändern, ohne exorbitante Kosten zu zahlen.
  • Du hast das Recht, über Änderungen im Zeitplan und im Kostenvoranschlag informiert zu werden, so dass du rechtzeitig entscheiden kannst, wie du den Umfang reduzierst, um den gewünschten Termin einzuhalten. Du kannst jederzeit kündigen und erhältst ein funktionierendes System, das deine bisherigen Investitionen widerspiegelt.

Rechte des Entwicklers
Die Rechte des Entwicklers umfassen Folgendes:

  • Du hast das Recht zu wissen, was benötigt wird, und zwar mit klaren Prioritätserklärungen.
  • Du hast das Recht, jederzeit qualitativ hochwertige Arbeit zu leisten.
  • Du hast das Recht, um Hilfe von Kollegen, Managern und Kunden zu bitten und diese zu erhalten.
  • Du hast das Recht, deine eigenen Schätzungen zu erstellen und zu aktualisieren.
  • Du hast das Recht, deine Verantwortung zu übernehmen, anstatt sie dir auferlegen zu lassen.

Das sind sehr starke Aussagen. Wir sollten sie nacheinander betrachten. Der nachfolgende Text stammt im Original von Robert C. Martin Oct 29, 2019

Ich habe den Text übersetzt und an einigen Stellen leicht angepasst.

Rechte der Kunden

Das Wort „Kunde“ bezieht sich in diesem Zusammenhang auf Geschäftsleute im Allgemeinen. Dazu gehören echte Kunden, Manager, Führungskräfte, Projektleiter und alle anderen, die die Verantwortung für den Zeitplan und das Budget tragen oder die für die Ausführung des Systems bezahlen und davon profitieren werden.

1. Die Kunden haben das Recht auf einen Gesamtplan und darauf zu wissen, was wann und zu welchen Kosten erreicht werden kann.

Viele Menschen haben behauptet, dass die Planung im Voraus nicht Teil der agilen Entwicklung ist. Schon das erste Kundenrecht widerlegt diese Behauptung. Natürlich braucht das Unternehmen einen Plan. Natürlich muss dieser Plan den Zeitplan und die Kosten enthalten. Und natürlich sollte dieser Plan so genau und präzise wie möglich sein.

Gerade der letzte Punkt bringt uns oft in Schwierigkeiten, denn die einzige Möglichkeit, sowohl genau als auch präzise zu sein, besteht darin, das Projekt tatsächlich zu entwickeln. Wenn wir weniger tun, ist es unmöglich, beides zu erreichen. Um dieses Recht zu gewährleisten, müssen wir Entwickler also sicherstellen, dass unsere Pläne, Schätzungen und Zeitpläne den Grad unserer Unsicherheit richtig beschreiben und die Mittel festlegen, mit denen diese Unsicherheit gemindert werden kann.

Kurz gesagt, wir können uns nicht darauf einigen, feste Umfänge zu festen Terminen zu liefern. Entweder müssen die Umfänge oder die Termine weich sein. Wir stellen diese Weichheit mit einer Wahrscheinlichkeitskurve dar. Wir schätzen zum Beispiel, dass es eine 95%ige Wahrscheinlichkeit gibt, dass wir die ersten zehn Stories bis zum Termin fertigstellen können. Eine 50%ige Chance, dass wir die nächsten fünf bis zum Termin fertigstellen können. Und eine 5 %ige Chance, dass die fünf darauffolgenden bis zum Termin fertig werden.

2. Die Kunden haben ein Recht auf diese Art von wahrscheinlichkeitsbasierten Plänen, weil sie ohne sie ihr Geschäft nicht führen können.

Die Kunden haben das Recht, aus jeder Iteration den größtmöglichen Nutzen zu ziehen.

Agile unterteilt den Entwicklungsaufwand in feste Zeitabschnitte, die Iterationen genannt werden. Das Unternehmen hat das Recht zu erwarten, dass die Entwickler zu jedem Zeitpunkt an den wichtigsten Dingen arbeiten und dass jede Iteration den größtmöglichen Nutzen für das Unternehmen bringt. Diese Wertpriorität wird vom Kunden in den Planungssitzungen zu Beginn einer jeden Iteration festgelegt. Die Kunden wählen die Storys aus, die ihnen den größten Nutzen bringen und die in die Schätzung des Entwicklers für die Iteration passen.

3. Die Kunden haben ein Recht darauf, den Fortschritt in einem laufenden System zu sehen, dessen Funktionstüchtigkeit durch wiederholbare, von ihnen festgelegte Tests nachgewiesen ist.

Das scheint offensichtlich zu sein, wenn du es aus der Sicht des Kunden betrachtest. Natürlich haben sie das Recht, schrittweise Fortschritte zu sehen. Natürlich hat er das Recht, die Kriterien für die Akzeptanz dieses Fortschritts festzulegen. Natürlich haben sie das Recht, schnell und wiederholt den Beweis zu sehen, dass ihre Abnahmekriterien erfüllt wurden.

4. Die Kunden haben das Recht, ihre Meinung zu ändern, Funktionen auszutauschen und Prioritäten zu ändern, ohne exorbitante Kosten zu zahlen.

Schließlich handelt es sich um Software. Der Sinn von Software besteht darin, dass wir das Verhalten unserer Maschinen leicht ändern können. Die Weichheit ist der Grund, warum Software überhaupt erst erfunden wurde. Deshalb haben die Kunden natürlich das Recht, die Anforderungen zu ändern.

5. Die Kunden haben das Recht, rechtzeitig über Änderungen im Zeitplan und in der Schätzung informiert zu werden, damit sie entscheiden können, wie sie den Umfang ändern, um den gewünschten Termin einzuhalten.

Die Kunden können jederzeit kündigen und erhalten ein brauchbares, funktionierendes System, das die bisherigen Investitionen widerspiegelt.

Beachte, dass die Kunden nicht das Recht haben, die Einhaltung des Zeitplans zu verlangen. Ihr Recht beschränkt sich darauf, den Zeitplan durch Änderung des Umfangs zu beeinflussen. Das Wichtigste, was dieses Recht mit sich bringt, ist das Recht zu wissen, dass der Zeitplan in Gefahr ist, damit er rechtzeitig geändert werden kann.

Die Rechte der Entwickler/innen

In diesem Zusammenhang sind Entwickler/innen alle, die an der Entwicklung von Code arbeiten. Dazu gehören Programmierer, QA, Tester und Business-Analysten.

1. Die Entwickler haben das Recht zu wissen, was benötigt wird, und zwar mit klaren Prioritätserklärungen.

Auch hier liegt der Schwerpunkt auf dem Wissen. Die Entwickler haben ein Recht darauf, die Anforderungen und die Wichtigkeit dieser Anforderungen genau zu kennen. Natürlich gelten für Anforderungen dieselben Einschränkungen der Praktikabilität wie für Schätzungen. Es ist nicht immer möglich, die Anforderungen genau zu formulieren. Und natürlich haben Kunden das Recht, ihre Meinung zu ändern.

Dieses Recht gilt also nur im Rahmen einer Iteration. Außerhalb einer Iteration werden sich die Anforderungen und Prioritäten verschieben und ändern. Aber innerhalb einer Iteration haben die Entwickler das Recht, sie als unveränderlich zu betrachten. Denke jedoch immer daran, dass die Entwickler/innen auf dieses Recht verzichten können, wenn sie eine geforderte Änderung für unbedeutend halten.

2. Entwickler/innen haben das Recht, jederzeit qualitativ hochwertige Arbeit zu leisten.

Dieses Recht ist vielleicht das wichtigste von allen. Entwicklerinnen und Entwickler haben das Recht, gute Arbeit zu leisten. Das Unternehmen hat kein Recht, den Entwicklern vorzuschreiben, dass sie Abstriche machen oder minderwertige Arbeit leisten sollen. Oder anders ausgedrückt: Das Unternehmen hat kein Recht, Entwickler/innen dazu zu zwingen, ihren beruflichen Ruf zu ruinieren oder gegen ihre Berufsethik zu verstoßen.

3. Entwickler/innen haben das Recht, um Hilfe von Kolleg/innen, Manager/innen und Kund/innen zu bitten und diese auch zu erhalten.

Diese Hilfe kommt in vielen Formen. Programmierer/innen können sich gegenseitig um Hilfe bei der Lösung eines Problems, der Überprüfung eines Ergebnisses oder dem Erlernen eines Frameworks bitten, um nur einige Beispiele zu nennen. Entwickler/innen können Kunden bitten, Anforderungen besser zu erklären oder Prioritäten zu verfeinern. Meistens gibt diese Erklärung den Programmierern das Recht zu kommunizieren. Und mit dem Recht, um Hilfe zu bitten, kommt auch die Verantwortung, Hilfe zu geben, wenn man darum gebeten wird.

4. Entwickler/innen haben das Recht, ihre eigenen Schätzungen zu erstellen und zu aktualisieren.

Keiner kann eine Aufgabe für dich schätzen. Und wenn du eine Aufgabe schätzt, kannst du deine Schätzung jederzeit ändern, wenn neue Faktoren ans Licht kommen. Kostenvoranschläge sind Schätzungen. Es sind zwar intelligente Schätzungen, aber es sind immer noch Schätzungen. Es sind Schätzungen, die mit der Zeit besser werden. Schätzungen sind niemals Verpflichtungen.

5. Entwickler/innen haben das Recht, ihre Aufgaben anzunehmen, anstatt sie zugewiesen zu bekommen.

Fachleute nehmen Arbeit an, sie bekommen keine Arbeit zugewiesen. Ein professioneller Entwickler hat das Recht, „nein“ zu einer bestimmten Aufgabe zu sagen. Es kann sein, dass der/die Entwickler/in sich nicht sicher ist, ob er/sie die Aufgabe erledigen kann, oder dass er/sie glaubt, dass die Aufgabe besser für jemand anderen geeignet ist. Oder es kann sein, dass der/die Entwickler/in die Aufgabe aus persönlichen oder moralischen Gründen ablehnt.6

In jedem Fall hat das Recht, eine Aufgabe anzunehmen, seinen Preis. Akzeptanz bedeutet Verantwortung. Der akzeptierende Entwickler übernimmt die Verantwortung für die Qualität und die Ausführung der Aufgabe, für die ständige Aktualisierung des Kostenvoranschlags, damit der Zeitplan eingehalten werden kann, für die Mitteilung des Status an das gesamte Team und für die Bitte um Hilfe, wenn diese benötigt wird.

Programmieren im Team bedeutet, eng mit Junioren und Senioren zusammenzuarbeiten. Das Team hat das Recht, gemeinsam zu entscheiden, wer was tun soll. Ein technischer Leiter kann einen Entwickler bitten, eine Aufgabe zu übernehmen, hat aber nicht das Recht, jemandem eine Aufgabe aufzudrängen.

Scrum oder Skalierungsframework?

In den letzten Wochen hatte ich wieder einige Dialoge mit Menschen über Sinn und Unsin von Skalierung geführt. Als Verfechter von möglichst puristischen und nach Einfachheit strebender Organisationsformen erhöht sich dann mein Puls immer ein wenig über den üblichen Wert hinaus.

Wie vielen anderen Menschen kommen mir dann einige Antworten eher spät in den Sinn. Darum schreibe ich mir hier mal eine auf… hoffentlich erinnere ich mich dann wieder daran. 🙂

Das Gesetz, auf das ich mich beziehe, wird oft als „Parkinsonsches Gesetz“ oder „Parkinsonsches Gesetz der Arbeit“ bezeichnet. Es wurde vom britischen Historiker und Schriftsteller Cyril Northcote Parkinson in seinem Essay „Parkinson’s Law“ im Jahr 1955 formuliert. Das Gesetz besagt, dass Arbeit sich in dem Maße ausdehnt, wie Zeit für ihre Erledigung zur Verfügung steht. Es bedeutet, dass, wenn Sie einer Aufgabe mehr Zeit geben, als eigentlich notwendig ist, die Aufgabe dazu neigt, diese zusätzliche Zeit in Anspruch zu nehmen, ohne dass dies unbedingt zu einer besseren Qualität führt.

Der Wert des Parkinsonschen Gesetzes in der Softwareentwicklung: Warum Scrum rockt!

In der Welt der Softwareentwicklung, wo Zeit, Ressourcen und Effizienz von entscheidender Bedeutung sind, kann das sogenannte Parkinsonsche Gesetz oft ein unerwarteter Verbündeter sein. In der heutigen schnelllebigen Geschäftswelt, in der Innovation und Marktanpassung von zentraler Bedeutung sind, können wir uns nicht leisten, Projekte zu haben, die sich endlos erstrecken. Das ist einer der Gründe, warum Scrum für die Softwareentwicklung, so brillant ist.

Kleine, konstante Schritte statt endloser Wartezeit

Scrum zwingt uns, in kurzen, regelmäßigen Intervallen – in der Regel zwei Wochen – Ergebnisse zu liefern. Warum ist das so wertvoll? Weil es das Parkinsonsche Gesetz zu Deinem Gunsten nutzt. Wenn wir Dir sagen, dass Du zwei Wochen Zeit hast, um eine Aufgabe zu erledigen, wirst Du diese Zeit auch nutzen. Das Ergebnis? Du erhältst in zwei Wochen ein lieferbares Stück Software, anstatt drei Monate oder länger zu warten.

Bessere Transparenz und Anpassungsfähigkeit

Scrum bietet auch eine unschätzbare Transparenz und Anpassungsfähigkeit. Durch die regelmäßigen Sprints weißt Du genau, wo das Projekt steht. Wenn sich die Anforderungen ändern oder neue Erkenntnisse auftauchen, können diese leicht in den nächsten Sprint einfließen, ohne dass eine monatelange Änderungsanfrage erforderlich ist.

Bessere Qualität und Kundenzufriedenheit

Das regelmäßige Testen und die kontinuierliche Integration in Scrum ermöglichen es, Qualitätsprobleme frühzeitig zu erkennen und zu beheben. Du erhältst in kurzen Abständen neue Funktionen und kannst schneller Feedback geben, was zu höherer Kundenzufriedenheit und besserem Produktdesign führt.

Also…..

In einer Welt, in der Zeit Geld ist und der Wettbewerb erbarmungslos ist, ist das Parkinsonsche Gesetz wichtig. Scrum nutzt dieses Gesetz, um die Lieferung von Ergebnissen zu beschleunigen, die Qualität zu verbessern und die Anpassungsfähigkeit zu erhöhen.

Anstatt Monate auf eine versprochene Lieferung zu warten, kannst Du mit Scrum alle zwei Wochen echten Fortschritt sehen. Und das ist der Grund, warum Scrum in der modernen Softwareentwicklung für Dich rockt!

Oder du triffst dich mit anderen Leidensgenossen regelmässig um zu planen was in 3 Monaten möglicherweise passiert sein soll, oder in den meisten Fällen eben nur Wunschdenken bleibt. Releaseplanung ist super, PI ist halt PIPI.

Gedanken zum Thema Mindset

Im agilen Umfeld wird oft über das Mindset gesprochen. In letzter Zeit habe ich jedoch meine Gedanken auf ein anderes Mindset-Thema gelenkt.

Wie jeder Coach, Trainer oder Berater musste ich meine Berater-CVs von Zeit zu Zeit überarbeiten und ergänzen. Dabei ist mir aufgefallen, wie viele Zertifikate und Levels ich im Laufe der Zeit erworben habe. Für mich ist das Ergebnis meiner Neugierde. Wenn mich etwas interessiert, gebe ich nicht so leicht auf und möchte herausfinden, wie weit ich gehen kann. Bin ich ein Streber? Ein Poser? Woher kommt dieser Drang, meine Grenzen auszuloten?

Dabei bin ich auf den Begriff „Destination Mindset“ gestoßen. Ich erkenne Dinge, die ich für erstrebenswert halte, und setze mir klare Ziele. Dies hilft mir, Fokus und Energie für Aufgaben und Ziele zu finden. Offensichtlich bin ich in der Lage, eine Vision für mich zu entwickeln, ein Ziel zu definieren und die Entschlossenheit und Energie aufzubringen, es zu erreichen.

Das Ganze hatte einen interessanten Effekt. Ich dachte immer: Wenn du dein Ziel erreichst, wirst du glücklich sein und am Ziel deiner Träume stehen. Ich hatte das Glück, einige meiner großen Ziele zu erreichen, aber als ich die Ziellinie überquerte, spürte ich kein Glücksgefühl. Stattdessen empfand ich Erleichterung. Endlich angekommen, geschafft! Doch kurz darauf folgte die Frage: „Und jetzt? Was mache ich als Nächstes? Mir ist langweilig. Was könnte ich noch tun oder erreichen? Welche Herausforderung ist angemessen?“

Es gibt jedoch auch ein anderes Mindset: das Hier-und-Jetzt-Mindset. Ich habe es während meiner verschiedenen Coachings und meiner Zeit als Judoka sowie durch die Beschäftigung mit asiatischen Philosophien kennengelernt. Im Rahmen meiner beruflichen Entwicklung geriet es jedoch etwas in den Hintergrund. Natürlich habe ich mich mit IKIGAI, Meditation und Achtsamkeit beschäftigt. Dennoch finde ich, dass im letzten Jahr das Glücksempfinden und das Genießen des Moments mehr Aufmerksamkeit verdient hätten. Du merkst schon, das Destination Mindset meldet sich wieder… 🙂

Ich glaube, das Destination Mindset lässt mich nicht so leicht los. Ich verdanke ihm viele Erlebnisse und Erfolge. Diese Einstellung und meine Neugier gehören zu meiner Persönlichkeit, mit all ihren Vorzügen. Andererseits stellt sich die Zufriedenheit nicht wirklich ein. Wie schön wäre es, nach Erreichen eines Ziels einfach einen Kopfsprung in den See der Glückseligkeit zu machen und dort zu verweilen.

Ich habe mir vorgenommen, weniger darauf zu achten, was ich erreiche, und mehr Zeit dem Hier-und-Jetzt-Mindset zu widmen. Ich hoffe, das hat nichts mit dem Älterwerden zu tun oder ist eine Ausrede, nicht mehr so viel leisten zu wollen. Vielmehr befinde ich mich auf der Suche nach einer Verschmelzung dieser beiden Denkweisen. Beide Mindsets haben ihre Berechtigung, und die Balance zwischen ihnen ist die Herausforderung.

Das Leben sollte nicht ausschließlich auf die Zukunft ausgerichtet sein, sondern auch den gegenwärtigen Moment wertschätzen.

Warum hat Kanban einen so kleinen Marktanteil?

Ich schaue mich regelmässig bei Unternehmen und an Konferenzen um. Ich suche Daten zu den agilen Methoden und deren Verbreitung. Dabei ist bei fast allen Quellen zu sehen das Scrum eine extrem viel grössere Verbreitung hast als Kanban. Warum ist das so?

Im Moment galube ich folgende Punkte zu identifizieren:

Scrum ist einfacher zu lernen und zu implementieren als Kanban.
Scrum hat eine klarere Struktur und eine feste Reihe von Regeln, während Kanban flexibler und anpassungsfähiger ist. Diese Freiheit, Wertschöpfung zu gestalten und sich von der Aufbauorganisation zu lösen kann auch mal etwas Angst verbreiten.

Scrum ist besser für Projekte geeignet, die klar definierte Ziele und Anforderungen haben.
Kanban ist besser für Projekte geeignet, die sich entwickeln und verändern. Mit Kanban muss man sich mit der ganzheitlichen Produktentwicklung auseinandersetzen. und das geht meistens nicht wenn du nur in einem Silo verbessern möchtest.

Scrum wird von mehr Unternehmen eingesetzt.
Scrum ist beliebter als Kanban, weil es von mehr Unternehmen eingesetzt wird. Dies bedeutet, dass es mehr Ressourcen und Unterstützung für Scrum gibt, wie zum Beispiel Trainings, Schulungen und Tools. Scrum kann auf eine kleine Dokumentation, wie den Scrumguide zurückgreifen. Da steht ja alles drin damit Scrum gut läuft… sagen sie. 😉 Bei Kanban muss man schon ein paar Bücher lesenund wenn mann dann damit startet kommt der Erfahrungsteil dazu. Kanban lebt ganz stark von den Erfahrungen die du als Scrum MAster oder als Coach gemacht hast. Mit jedem Change Experiment wird dein Erfahrungsschatz grössser.

Insgesamt ist Scrum eine beliebtere agile Methode als Kanban, weil es einfacher zu lernen und zu implementieren ist, besser für Projekte mit klar definierten Zielen und Anforderungen geeignet ist und von mehr Unternehmen eingesetzt wird. Und trotzdem scheitern sehr viele Teams und Organisationen in der Umsetzung von Scrum.

Dabei kann Kanban so viel mehr. Für Organisationen kann die Methode folgende Vorteile bringen:

  • Verringerung der Komplexität: Kanban hilft Organisationen, Komplexität zu reduzieren, indem es Arbeit in kleinere, überschaubare Aufgaben zerlegt. Dies macht es einfacher, den Überblick über den Status von Projekten zu behalten und Änderungen schnell und einfach zu implementieren.
  • Verbesserung der Transparenz: Kanban hilft Organisationen, Transparenz zu verbessern, indem es den Status von Projekten und Aufgaben für alle sichtbar macht. Dies ermöglicht es Teams, effektiver zu kommunizieren und zusammenzuarbeiten.
  • Steigerung der Effizienz: Kanban hilft Organisationen, ihre Effizienz zu steigern, indem es den Fokus auf die kontinuierliche Verbesserung richtet. Kanban-Teams können ihre Prozesse und Arbeitsweisen kontinuierlich anpassen, um ihre Leistung zu verbessern.
  • Verbesserung der Kundenzufriedenheit: Kanban kann dazu beitragen, die Kundenzufriedenheit zu verbessern, indem es Organisationen hilft, ihre Produkte und Dienstleistungen schneller und zuverlässiger bereitzustellen. Kanban-Teams können durch eine enge Zusammenarbeit mit Kunden sicherstellen, dass die Bedürfnisse der Kunden erfüllt werden.
  • Steigerung der Flexibilität: Kanban hilft Organisationen, flexibler zu werden, indem es sie in die Lage versetzt, sich schnell an Veränderungen anzupassen. Kanban-Teams können Aufgaben schnell und einfach neu priorisieren und anpassen, um sich an sich ändernde Bedingungen anzupassen.

Kanban kann eine Reihe von Vorteilen für Einzelpersonen bieten, darunter:

  • Verbesserte Produktivität: Kanban kann Menschen helfen, produktiver zu sein, indem es ihnen helfen kann, sich auf eine Aufgabe nach der anderen zu konzentrieren und Aufgaben in kleinere, überschaubare Schritte zu zerlegen.
  • Verbesserte Motivation: Kanban kann Menschen helfen, motivierter zu sein, indem es ihnen ein Gefühl der Befriedigung gibt, Aufgaben abzuschließen und den Fortschritt zu sehen, den sie machen.
  • Verbesserte Zusammenarbeit: Kanban kann Menschen helfen, besser mit anderen zusammenzuarbeiten, indem es einen gemeinsamen Prozess und eine Sprache für die Kommunikation schafft.
  • Verbesserte Flexibilität: Kanban kann Menschen helfen, flexibler zu sein, indem es ihnen ermöglicht, Aufgaben schnell und einfach anzupassen, um sich an sich ändernde Bedingungen anzupassen.
  • Verbessertes Wohlbefinden: Kanban kann Menschen helfen, sich besser zu fühlen, indem es ihnen hilft, Stress zu reduzieren, sich auf ihre Arbeit zu konzentrieren und eine bessere Work-Life-Balance zu erreichen.

Insgesamt kann Kanban ein wertvolles Werkzeug für Menschen in der Organisation sein, um ihre Produktivität, Motivation, Zusammenarbeit, Flexibilität und ihr Wohlbefinden zu verbessern.

Ich sehe Scrum und Kanban immer als ein Set von Methoden, welche alle ihre Berechtigung haben. Es geht nicht darum die zwei Methoden gegeneinander auszuspielen. Wenn ich mir die Produktlandschaft in den Organisationen anschaue denke ich mir sehr oft: Warum brechen die sich die Finger, mit Scrum ein Skalierungsproblem zu lösen wenn es das mit Kanban ganz easy und einfach umzusetzen wäre.

Ich werde weiterhin überall nachschauen wie sich die Verbreitung von Kanban in den Organsiationen entwickelt und bin überzeugt, das wir in ein paar Jahren sehr viele Kanban-Organisationen sehen werden die auch Scrum machen. 😀

Agile Archäologie

Im Sommer läuft nicht so viel und dann hat man als Coach und Trainer Zeit sich zu langweilen. 🙂 Dann kann es schon mal vorkommen das ich mir die Frage stelle; wo kommt eigentlich das Thema XY her?

Heute bin ich über den Deming Cycle und den OODA Loop gestolpert und habe mal ein wenig recherchiert. Dabei bin ich darauf gestossen, das der PDCA Kreis von Deming selber ja immer als PDSA Loop bezeichnet wurde. Plan, Do, Study (statt Check), Act.

Soviel zu dem Thema. Ich bin dann weiter auf ein Dokument gestossen wonach Deming immer auf Dr. Walter A. Shewhart als Quelle der Idee verwiesen hat.

Diese drei Schritte müssen in einem Kreis statt in einer geraden Linie verlaufen, wie gezeigt . . . Es kann hilfreich sein, die drei Schritte im Massenproduktionsprozess als Schritte im wissenschaftlichen Methode zu betrachten. In diesem Sinne entsprechen Spezifikation, Produktion und Inspektion jeweils der Bildung einer Hypothese, der Durchführung eines Experiments und der Überprüfung der Hypothese. Die drei Schritte bilden einen dynamischen wissenschaftlichen Prozess des Wissenserwerbs.

Zusammenfassend bedeutet dies, dass die drei Schritte im Massenproduktionsprozess nicht linear sind, sondern in einem Kreislauf stattfinden. Dies bedeutet, dass die Informationen aus dem Inspektionsschritt in den Spezifikationsschritt zurückgeführt werden, um die Spezifikationen zu verbessern. Der Produktionsprozess wird dann entsprechend angepasst.

Man könnte sage, das die Iterative Produktentwicklung durch Shewhart bereits 1939 angedacht wurde.

Dann bin ich Gedanklich mal links abgebogen und habe in den Büchern von Deming rumgestöbert. Der Blog vorher war ja über Organisations-Architekturen. Ich wollte schauen ob Deming dazu was geschrieben hat. Stattdessen finde ich in deinem Buch „Out of the Crisis“ aus dem Jahr 1982 die Begründung warum „Agile Transformationen“ gegen die Wand laufen:

Sieben Todsünden der Verwaltung von W. Edwards Deming:

  1. Fehlen eines klaren Zwecks. Dies bedeutet, dass Organisationen keine klare und langfristige Vision haben. Sie ändern ständig ihre Ziele und Strategien, was es schwierig macht, sich zu verbessern und erfolgreich zu sein.
  2. Hervorhebung kurzfristiger Gewinne. Dies bedeutet, dass Organisationen sich darauf konzentrieren, Geld in der kurzen Frist zu verdienen, auch wenn dies den langfristigen Wachstum und die Nachhaltigkeit opfert.
  3. Persönliche Bewertungssysteme einschließlich Bewertung nach Leistung, Merit-Rating oder jährlicher Bewertung. Dies bedeutet, dass Mitarbeiter anhand ihrer individuellen Leistung bewertet werden, anstatt anhand der Leistung der Organisation als Ganzes. Dies kann zu ungesundem Wettbewerb und einer Konzentration auf kurzfristige Ergebnisse führen.
  4. Mobilität der Verwaltung. Dies bedeutet, dass Manager ständig befördert oder in neue Positionen versetzt werden. Dies macht es ihnen schwer, tiefe Beziehungen zu ihren Mitarbeitern aufzubauen und eine starke Grundlage für Verbesserungen zu schaffen.
  5. Führen eines Unternehmens nur auf sichtbaren Zahlen anstatt auf „unsichtbaren“ oder nicht numerischen Daten. Dies bedeutet, dass Organisationen sich nur auf finanzielle Daten konzentrieren, wie Gewinne und Verluste. Sie ignorieren andere wichtige Faktoren wie Mitarbeitermoral, Kundenzufriedenheit und Innovation.
  6. Missverständnis statistischer Methoden. Dies bedeutet, dass Organisationen nicht verstehen, wie statistische Methoden zur Verbesserung ihrer Prozesse eingesetzt werden können. Sie verwenden diese Methoden falsch oder gar nicht, was zu schlechten Entscheidungen führen kann.
  7. Angst vor Veränderung. Dies bedeutet, dass Organisationen resistent gegen Veränderungen sind, auch wenn dies notwendig ist. Sie haben Angst, Risiken einzugehen und Fehler zu machen.

Deming glaubte, dass diese sieben tödlichen Krankheiten Organisationen daran hinderten, ihr volles Potenzial auszuschöpfen. Er argumentierte, dass Organisationen diese Krankheiten überwinden müssten, um sich zu verbessern und erfolgreich zu sein.

Hier sind einige Tipps zur Bewältigung der Sieben tödlichen Krankheiten von Deming:

  • Entwickeln Sie eine klare und langfristige Vision. Was möchten Sie, dass Ihre Organisation langfristig erreicht? Sobald Sie eine klare Vision haben, können Sie Strategien entwickeln, um sie zu erreichen.
  • Konzentrieren Sie sich auf langfristiges Wachstum und Nachhaltigkeit. Konzentrieren Sie sich nicht nur auf das kurzfristige Geldverdienen. Überlegen Sie, wie Sie Ihre Organisation wachsen und langfristig nachhaltig machen können.
  • Bewerten Sie Mitarbeiter anhand der Leistung der Organisation als Ganzes. Konzentrieren Sie sich nicht nur auf die individuelle Leistung. Sehen Sie, wie jeder Mitarbeiter zum Erfolg der Organisation beiträgt.
  • Fördern Sie von innen und schaffen Sie eine Kultur des kontinuierlichen Lernens. Investieren Sie in Ihre Mitarbeiter und helfen Sie ihnen, ihre Fähigkeiten zu entwickeln. Dies wird eine Kultur des kontinuierlichen Lernens und der Verbesserung schaffen.
  • Verwenden Sie Daten, um Entscheidungen zu treffen. Verlassen Sie sich nicht nur auf Ihr Bauchgefühl. Verwenden Sie Daten, um fundierte Entscheidungen zu treffen.
  • Seien Sie bereit, sich zu ändern. Veränderungen sind unvermeidlich. Haben Sie keine Angst, Veränderungen zu akzeptieren und die notwendigen Anpassungen vorzunehmen.

Das Überwinden der Sieben tödlichen Krankheiten von Deming ist nicht einfach, aber es ist für Organisationen, die ihr volles Potenzial erreichen wollen, unerlässlich. Indem Sie die oben genannten Tipps befolgen, können Sie Ihrer Organisation helfen, diese Krankheiten zu überwinden und erfolgreicher zu werden.
Damit hätten Scrum Master, Coaches und Trainer noch ganz viel zu tun.

Ich glaube das ist erstmal genügend Historyporn für einen gewöhnlichen Mittwoch.

Also, Leute…. wer diesen Blog liest hat selber Langeweile. 😀 Ich wünsche euch allen da draussen viele langweilige und erholsame Sommerstunden!

Softwarearchitektur und Organisationsarchitektur

Parallelen zwischen Softwarearchitektur und Organisationsarchitektur: Das Zusammenspiel von Struktur und Effizienz in der Produktentwicklung.

Neulich beim Spazieren am Fluss habe ich mich gefragt, ob es weitere Parallelen gibt zwischen Software-Entwicklung und Organisations-Entwicklung. In den letzten Jahren haben sich viele Themen aus der agilen Welt von der IT auf die anderen Geschäftsbereiche einer Organisation ausgeweitet. 

In der Welt der Softwareentwicklung ist die Architektur ein zentraler Aspekt für den Erfolg eines Produkts. Sie stellt sicher, dass die Software stabil, skalierbar und wartbar ist. Doch hast du schon mal darüber nachgedacht, dass die Prinzipien der Architektur nicht nur auf die Entwicklung von Software, sondern auch auf die Gestaltung von Organisationen angewendet werden können? 

In diesem Blogbeitrag werden wir die erstaunlichen Parallelen zwischen Softwarearchitektur und Organisationsarchitektur in der Produktentwicklung erkunden und zeigen, wie eine solide Struktur den Erfolg von Organisationen fördern kann.

Die Bedeutung der Architektur

Sowohl in der Softwareentwicklung als auch in der Produktentwicklung dient die Architektur als grundlegende Struktur, auf der alles aufbaut. In der Softwarewelt beinhaltet sie die Aufteilung der Funktionalitäten, die Definition von Schnittstellen und die Integration verschiedener Komponenten. In der Produktentwicklung umfasst die Architektur die Organisationsstruktur, die Aufgabenverteilung und die Beziehungen zwischen den Abteilungen.

Skalierbarkeit und Flexibilität

Eine gute Softwarearchitektur ermöglicht Skalierbarkeit und Flexibilität. Sie stellt sicher, dass die Software mit den Anforderungen wachsen und sich an neue Gegebenheiten anpassen kann. Genauso sollte auch die Organisationsarchitektur in der Produktentwicklung skalierbar und flexibel sein. Sie sollte es ermöglichen, dass die Organisation sich an Marktveränderungen anpassen und auf neue Herausforderungen reagieren kann. Eine starre Organisationsstruktur kann Innovation und Agilität behindern, während eine flexible Struktur ein agiles und anpassungsfähiges Umfeld schafft.

Kommunikation und Zusammenarbeit

Die Softwarearchitektur legt die Grundlage für eine effektive Kommunikation und Zusammenarbeit zwischen den verschiedenen Komponenten fest. In ähnlicher Weise sollte auch die Organisationsarchitektur in der Produktentwicklung die Kommunikation und Zusammenarbeit innerhalb der Organisation fördern. Eine klare Aufgabenverteilung, transparente Kommunikationswege und eine offene Unternehmenskultur schaffen ein Umfeld, in dem Teamarbeit, Innovation und effiziente Zusammenarbeit gedeihen.

Wartbarkeit und Effizienz

Eine gut durchdachte Softwarearchitektur erleichtert die Wartung und Pflege der Software, was zu einer langfristigen Effizienz führt. Ebenso ist eine gut gestaltete Organisationsarchitektur in der Produktentwicklung darauf ausgerichtet, die Effizienz in der Arbeitsweise zu maximieren. Eine klare Aufgabenstruktur, effektive Prozesse und ein optimales Ressourcenmanagement tragen dazu bei, dass das Produktteam sein volles Potenzial entfalten kann und die Produktentwicklung langfristig erfolgreich bleibt.

Fazit:

Die Parallelen zwischen Softwarearchitektur und Organisationsarchitektur in der Produktentwicklung sind faszinierend. Beide betonen die Bedeutung einer soliden Struktur, Skalierbarkeit, Flexibilität, effektive Kommunikation, Zusammenarbeit, Wartbarkeit und Effizienz. Indem wir die Prinzipien der Softwarearchitektur auf die Gestaltung von Organisationen in der Produktentwicklung anwenden, können wir eine solide Grundlage schaffen, um den Erfolg und die Wettbewerbsfähigkeit der Produktentwicklung zu gewährleisten. 

Nutzen wir also die Erkenntnisse aus der Softwareentwicklung, um die Architektur unserer Organisationen in der Produktentwicklung zu optimieren und aufblühen zu lassen.

Da haben wir viele schöne Ideen; von Flight Levels, über Kanban und dem Kanban Maturity Model.  

Wie erkläre ich nun den potentiellen Kunden, dass wir uns mehr mit der Organisationsarchitektur auseinandersetzen sollten? 🙂

Wie war das… Software isst die Welt?

Die Reise der kontinuierlichen Verbesserung: Agile/Scrum und der Deming Cycle

Stelle dir eine aufregende Reise vor, bei der du deine Organisation transformieren kannst und kontinuierliche Verbesserung erreichen könntest. Auf dieser Reise begegnest du zwei wertvollen Begleitern: Agile/Scrum und den Deming Cycle. Gemeinsam bilden sie ein kraftvolles Duo, das dir hilft, Hindernisse zu überwinden und den Weg zu kontinuierlichem Erfolg zu ebnen. Tauchen wir ein in diese fesselnde Geschichte und entdecken Sie, wie sich Ihre Organisation in eine Quelle der Exzellenz verwandelt.

Die Begegnung mit Agile/Scrum – Der Wendepunkt

Eines Tages stolperst du über das Konzept von Agile/Scrum, einem aufregenden Ansatz für agile Produktentwicklung. Es ist wie eine erfrischende Brise, die Veränderung und Flexibilität in die Luft bringt. Du erkennst, dass dies der Wendepunkt ist, an dem sich deine Organisation in eine neue Ära der Zusammenarbeit, des schnellen Feedbacks und der kontinuierlichen Lieferung bewegt. Agile/Scrum wird dein Wegbereiter für eine effektivere und effizientere Arbeitsweise.

Der Deming Cycle – Die Karte zur kontinuierlichen Verbesserung

Auf deiner Reise triffst du einen weisen Reiseführer namens Dr. Deming, der dir den Deming Cycle vorstellt. Mit einem Lächeln erklärt er dir, dass der Deming Cycle der Kompass ist, der dich auf dem Pfad der kontinuierlichen Verbesserung führt. Er besteht aus vier Schritten: Plan, Do, Check und Act. Du erkennst, dass diese Schritte deine Richtlinien sind, um Prozesse zu planen, umzusetzen, zu überprüfen und auf der Grundlage der Ergebnisse zu handeln.

Gemeinsam auf dem Weg zur Veränderung

Mit Agile/Scrum und dem Deming Cycle als deine treuen Begleiter gehst du weiter auf deiner Reise der kontinuierlichen Verbesserung. Agile/Scrum bringt die Flexibilität und den iterativen Ansatz, der es dir ermöglicht, schnell auf Veränderungen zu reagieren und wertvolles Feedback zu erhalten. Der Deming Cycle bietet dir eine klare Struktur, um Ziele zu setzen, Prozesse zu optimieren und kontinuierlich Verbesserungen vorzunehmen.

Die Transformation vollenden

Während deiner Reise erlebst du unglaubliche Veränderungen. Du siehst, wie deine Organisation agiler wird, wie Teams enger zusammenarbeiten und wie kontinuierliche Verbesserung zu einer grundlegenden Denkweise wird. Die Reise mag manchmal herausfordernd sein, aber mit Agile/Scrum und dem Deming Cycle an deiner Seite hast du die Werkzeuge und den Mut, Hindernisse zu überwinden und deine Organisation zu transformieren.

Fazit: Die Reise der kontinuierlichen Verbesserung mit Agile/Scrum und dem Deming Cycle ist wie ein spannendes Abenteuer. Es ist eine Geschichte von Transformation, Zusammenarbeit und ständigem Streben nach Exzellenz.

Leadership und Management: Das Wandern als Analogie

Nach ein paar Tagen im Val de Travers und man hat Ideen für einen Blogbeitrag: 😉

Leadership und Management sind zwei Begriffe, die oft in einem ähnlichen Kontext verwendet werden, aber dennoch verschiedene Konzepte darstellen. Um das Verständnis für ihre Unterschiede zu vertiefen, können wir das Wandern als Analogie heranziehen. Beim Wandern gibt es den Wander-Guide, der die Richtung vorgibt und die Gruppe motiviert (Leadership), und den Routenplaner, der dafür sorgt, dass die Wanderung effizient und reibungslos verläuft (Management). Lassen Sie uns einen näheren Blick darauf werfen.

Leadership: Der Wander-Guide
Der Wander-Guidehat eine Vision und eine klare Vorstellung von dem Ziel, das er erreichen möchte. Er kennt die Herausforderungen des Weges, motiviert die Gruppe und gibt den Ton an. Genauso ist Leadership eine Fähigkeit, die Menschen inspiriert und sie dazu bringt, gemeinsam ein Ziel anzustreben. Ein guter Leader hat Charisma, kommuniziert effektiv und schafft eine positive und unterstützende Umgebung für seine Teammitglieder.

  • Vision und Inspiration: Wie der Wander-Guide eine Vision für die Wanderung hat, so hat ein Leader eine klare Vorstellung von der gewünschten Zukunft und inspiriert sein Team, diese Vision zu teilen.
  • Kommunikation: Der Wander-Guide kommuniziert die Wegbeschreibung und gibt Anweisungen, ähnlich wie ein Leader klare Kommunikation bereitstellt und sicherstellt, dass die Botschaft effektiv übermittelt wird.
  • Motivation: Der Wander-Guide motiviert die Gruppe, wenn die Strecke schwierig wird. Ein Leader motiviert seine Mitarbeiter, ihre Fähigkeiten einzusetzen und ihr volles Potenzial auszuschöpfen.

Management: Der Routenplaner
Der Routenplaner ist dafür verantwortlich, dass die Wanderung reibungslos verläuft. Er stellt sicher, dass die notwendigen Ressourcen vorhanden sind, plant die Route im Voraus und überwacht den Fortschritt. Management ist die Fähigkeit, die Ressourcen einer Organisation effektiv zu planen, zu organisieren und zu kontrollieren, um die festgelegten Ziele zu erreichen.

  • Planung: Wie der Routenplaner die beste Route festlegt, plant das Management die Strategien, die benötigten Ressourcen und die Schritte, um die Ziele der Organisation zu erreichen.
  • Organisation: Der Routenplaner sorgt dafür, dass die Ausrüstung und Vorräte vorhanden sind und dass die Gruppe gut organisiert ist. Das Management organisiert die Struktur, Prozesse und Abläufe innerhalb der Organisation, um eine effiziente Arbeitsweise zu gewährleisten.
  • Kontrolle: Der Routenplaner überwacht den Fortschritt, um sicherzustellen, dass die Wanderung im Zeitplan bleibt. Das Management überwacht und bewertet die Leistung der Mitarbeiter, um sicherzustellen, dass die Ziele erreicht werden.

Leadership und Management sind zwei entscheidende Elemente, die in Organisationen zusammenspielen, ähnlich wie der Wander-Guide und der Routenplaner beim Wandern.

Während Leadership die Vision, Inspiration und Motivation liefert, um die Menschen zu begeistern und gemeinsame Ziele zu erreichen, sorgt Management für die Planung, Organisation und Kontrolle, um den Weg effizient zu bewältigen. Eine erfolgreiche Organisation benötigt sowohl starke Leader als auch effektive Manager, um den Weg zum Erfolg zu ebnen.

Also schnüre deine Wanderschuhe und sei sowohl ein inspirierender Wanderführer als auch ein organisierter Routenplaner auf deinem Weg zum Erfolg!