Iteration Zero in der physischen Produktentwicklung

Das Framework Iteration Zero dient dazu, die Lücke zwischen einer Produktidee und dem initialen Backlog zu schliessen.

Nachdem die Methodik seit mehreren Jahren erfolgreiche Starts in der Produktentwicklung von Software-Produkten und Strategien ermöglichte, hat sie jetzt ein neues Universum erreicht: dies der physischen Produktentwicklung.

Ich durfte bei einer internationalen Firma, die Zahnfüllungen und Zahnprothesen herstellt, zwei Produktstarts mit der Iteration Zero befeuern. Wir haben das Framework wie auf iterationzero.works beschrieben angewendet: Anhand des Elevator Pitches haben wir uns mit den Kunden und ihren Bedürfnissen auseinandergesetzt. Dazu haben wir eine Produktvision entwickelt und mittels einer Story Map das MVP erarbeitet. Dann hat uns ein Zahnarzt (Kunde :-)) besucht und wertvolles Feedback gegeben.  Das Feedback wurde von Produktteam verarbeitet und schlussendlich wurde ein initiales Backlog für den Start der agilen Produktentwicklung erstellt. Ja, richtig gelesen, auch bei der Entwicklung von Zahnfüllungen wird agil und mit Scrum entwickelt.

Das Feedback des Produktteams sowie der Stakeholder war, das mit dem Framework Iteration Zero eine neue Ära der Produktentwicklung bei ihnen in der Firma eingeläutet worden ist. Was für ein Kompliment!

Meine Learnings aus diesen Workshops sind:

  • Iteration Zero funktioniert hervorragend auch in der physischen Produktentwicklung.
  • Kundenfokus, professionelle Moderation und Validierung der Hypothesen mit den Kunden sind auch hier die Schlüssel Erfolgsfaktoren.
  • Auch hier hat sich ein enormes Commitment des Teams zu ihrem Produkt entwickelt.
  • Der Raum und die Zeit für die Zusammenarbeit an EINEM gemeinsamen Produkt wird als sehr wertschätzend wahrgenommen.

Deshalb darf ich getrost sagen: die Iteration Zero hat sich in die nächste Umlaufbahn geschossen.

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Veröffentlicht von

Franziska Stebler

Ich bin seit 2008 in Agiler Produkentwicklung infiziert. Seit dieser Impfung habe ich als Scrum Team Member (Sw-Entwicklerin), Scum Master und Produkt Owner gearbeitet. Am meisten hat mir Scrum Master Spass gemacht. Mehr als die Technik hat mich schon immer die Menschen fasziniert. Als Team eine Super Leistung abzuliefern, die den Kunden begeistert, was gibt es besseres?! Seit Mai 2015 bin ich als Agile Coach in der SBB engagiert unterwegs. Meine Erstausbildung als Lehrerin kann ich hier auch optimal verwenden ;-).

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