Mit SAFe eine agile Firma werden?

Ich hatte gestern das Vergnügen an einer Firmenpräsentation eingeladen zu sein. Das Thema war der Agile Weg dieser Unternehmung. Drei Coaches haben aufgezeigt wie sie die ca 400 Personen der Unternehmung in die Agilität geführt haben.

Neben der Präsentation der Firma war ein grosser Teil der Zeit das Thema Change. Wie schwer es ist die Mitarbeitenden der Firma auf die Veränderung einzustimmen, sie abzuholen und ihnen durch das Tal der Tränen zu helfen.

Tönt alles nach einer ganz normalen Veränderungsgeschichte.

Dann kam der Satz; Nach zwei Jahren haben wir nun die SAFe – Einführung abgeschlossen und wir sind nun eine agile Firma.

Im Kontrast dazu dieses Zitat: „Agilität ist eine Kulturform und kein Werkzeug“

Meine Nachfrage, ob nun die Mitarbeitenden auch die agilen Methoden und Mindset angenommen haben, wurde erklärt das sie die Werkzeuge prima beherrschen, aber die Kultur und die Haltung noch nicht wirklich agile sei.

Genau in dieser Situation sehe ich die Gefahr eines Frameworks wie SAFe, das in einer Unternehmung eine Methodenkompetenz aufgebaut wird, die Werkzeuge werden für teures Geld geschult und nach zwei Jahren ist die Firma „agile“.

Die Menschen die darin arbeiten sind es leider (noch) nicht.

 

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Veröffentlicht von

Ruedi

Rudolf "Ruedi" Gysi Auf der Suche nach immer besserer Qualität entdeckte Ruedi vor vielen Jahren die agilen Methoden in der IT. Seit 2010 unterstützt er Teams beim Erlernen von Scrum und Kanban. Als Mitgründer der agilen Bewegung in der Schweizer Bundesbahn (SBB) hat er den Aufbau der Trainings, der Agile Community und der Agilen Transformation seit 2011 mitgestaltet.

Ein Gedanke zu „Mit SAFe eine agile Firma werden?“

  1. Aber SAFe kann man sehr gut verkaufen. Berater, Trainings – das Feld ist weit. Danach zieht die Karavane weiter und der Kunde wundert sich, warum SAFe nicht die erhofften Resultate liefert.

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