Scrum oder Skalierungsframework?

In den letzten Wochen hatte ich wieder einige Dialoge mit Menschen über Sinn und Unsin von Skalierung geführt. Als Verfechter von möglichst puristischen und nach Einfachheit strebender Organisationsformen erhöht sich dann mein Puls immer ein wenig über den üblichen Wert hinaus.

Wie vielen anderen Menschen kommen mir dann einige Antworten eher spät in den Sinn. Darum schreibe ich mir hier mal eine auf… hoffentlich erinnere ich mich dann wieder daran. 🙂

Das Gesetz, auf das ich mich beziehe, wird oft als „Parkinsonsches Gesetz“ oder „Parkinsonsches Gesetz der Arbeit“ bezeichnet. Es wurde vom britischen Historiker und Schriftsteller Cyril Northcote Parkinson in seinem Essay „Parkinson’s Law“ im Jahr 1955 formuliert. Das Gesetz besagt, dass Arbeit sich in dem Maße ausdehnt, wie Zeit für ihre Erledigung zur Verfügung steht. Es bedeutet, dass, wenn Sie einer Aufgabe mehr Zeit geben, als eigentlich notwendig ist, die Aufgabe dazu neigt, diese zusätzliche Zeit in Anspruch zu nehmen, ohne dass dies unbedingt zu einer besseren Qualität führt.

Der Wert des Parkinsonschen Gesetzes in der Softwareentwicklung: Warum Scrum rockt!

In der Welt der Softwareentwicklung, wo Zeit, Ressourcen und Effizienz von entscheidender Bedeutung sind, kann das sogenannte Parkinsonsche Gesetz oft ein unerwarteter Verbündeter sein. In der heutigen schnelllebigen Geschäftswelt, in der Innovation und Marktanpassung von zentraler Bedeutung sind, können wir uns nicht leisten, Projekte zu haben, die sich endlos erstrecken. Das ist einer der Gründe, warum Scrum für die Softwareentwicklung, so brillant ist.

Kleine, konstante Schritte statt endloser Wartezeit

Scrum zwingt uns, in kurzen, regelmäßigen Intervallen – in der Regel zwei Wochen – Ergebnisse zu liefern. Warum ist das so wertvoll? Weil es das Parkinsonsche Gesetz zu Deinem Gunsten nutzt. Wenn wir Dir sagen, dass Du zwei Wochen Zeit hast, um eine Aufgabe zu erledigen, wirst Du diese Zeit auch nutzen. Das Ergebnis? Du erhältst in zwei Wochen ein lieferbares Stück Software, anstatt drei Monate oder länger zu warten.

Bessere Transparenz und Anpassungsfähigkeit

Scrum bietet auch eine unschätzbare Transparenz und Anpassungsfähigkeit. Durch die regelmäßigen Sprints weißt Du genau, wo das Projekt steht. Wenn sich die Anforderungen ändern oder neue Erkenntnisse auftauchen, können diese leicht in den nächsten Sprint einfließen, ohne dass eine monatelange Änderungsanfrage erforderlich ist.

Bessere Qualität und Kundenzufriedenheit

Das regelmäßige Testen und die kontinuierliche Integration in Scrum ermöglichen es, Qualitätsprobleme frühzeitig zu erkennen und zu beheben. Du erhältst in kurzen Abständen neue Funktionen und kannst schneller Feedback geben, was zu höherer Kundenzufriedenheit und besserem Produktdesign führt.

Also…..

In einer Welt, in der Zeit Geld ist und der Wettbewerb erbarmungslos ist, ist das Parkinsonsche Gesetz wichtig. Scrum nutzt dieses Gesetz, um die Lieferung von Ergebnissen zu beschleunigen, die Qualität zu verbessern und die Anpassungsfähigkeit zu erhöhen.

Anstatt Monate auf eine versprochene Lieferung zu warten, kannst Du mit Scrum alle zwei Wochen echten Fortschritt sehen. Und das ist der Grund, warum Scrum in der modernen Softwareentwicklung für Dich rockt!

Oder du triffst dich mit anderen Leidensgenossen regelmässig um zu planen was in 3 Monaten möglicherweise passiert sein soll, oder in den meisten Fällen eben nur Wunschdenken bleibt. Releaseplanung ist super, PI ist halt PIPI.

Veröffentlicht von

Ruedi

Rudolf "Ruedi" Gysi Liebt Produkte welche Kunden begeistern und Forscher zum Thema Iterative Produktentwicklung. Versucht Work-Systems und Social-Systems nachhaltig miteinander zu verbinden damit wertvolle Arbeitswelten entstehen.

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