Sind Retrospektiven Lessons Learned mit Feng Shui gewürzt?

Heute durfte  ich eine Brownbag-Session zum Thema Retrospektiven durchführen.

Die spannendste Frage der Teilehmer war, ob Retrospektiven einfach Lessons Learned mit Feng Shui-Ansatz ist?

Sicher setzen sich Feng Shui und Retrospektiven mit den Energien in einem Raum auseinander. Retrospektiven werden aber mehrmals während einer Produktentwicklung durchgeführt, Lessons Learned nur einmal am Ende eines Projektes.

Gemeinsames Lernen und sich als Team weiterentwickeln stehen  bei Retrospektiven im Fokus, bei Lessons Learned möchte man wichtige Erfahrungen von einem Projekt ins nächste Transferieren. Per se ein Denkfehler, da jedes Projekt wieder einzigartig und anders ist.

Nein, Retrospektiven haben sehr wenig mit Lessons Learned gemeinsam. Retrospektiven entfalten auch eine viel grössere Wirkung als Lessons Learned, falls sie richtig vorbereitet und durchgeführt werden. Fokus, Respekt und Vertrauen, Committment und Timebox sind auch hier, wie bei so allem, der Schlüssel zum Erfolg!

 

 

 

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Ist die Task Force die kleine Schwester eines Scrum Teams?

Kürzlich wurde ich in Gesprächen gefragt, warum man beim Einführen von agilen Methoden so einen riesen Wert auf Teamwork, Face-to-Face Kommunikation und Co-Location legen soll. Es geht doch auch sonst. Gut organisierte Unternehmen brauchen Agilität gar nicht.

In diesem Gespräch ist mir aufgefallen, was gut organisierte Unternehmen tun, wenn sich etwas unvorhergesehenes erreignet. Sie bilden eine Taskforce.

Ok, was passiert wenn man eine Taskforce einsetzt? Das Team versammelt sich in einem Raum, Hirarchie wird (fast) vollständig ausser Kraft gesetzt und es gibt einen Taskforce-Leiter welcher die Entscheidungen direkt und unabhängig trifft.

In dieser Situation legt die Unternnehmung alles Vertrauen in die Hände dieses Teams und dieses Taskforceleiters. (Meistens sind es ja knifflige Probleme die schnell zu lösen sind und nicht die langweiligen Alltagssorgen.)

Ist eine Task-Force eine agile Arbeitsform? In gewisser Weise schon, nur kann ein Team diese Arbeitsgeschwindigkeit nicht auf ewig halten und brennt nach kurzer Zeit aus. Aber wiso ist noch keine Unternehmung auf die Idee gekommen den Taskforce-Modus so zu transformieren dass er dem Team Spass macht, für die Firma Wert schafft und der Firma ermöglicht schnell auf Veränderungen zu reagieren? Weil es diese flexible, selbstorganisierte und crossfunktionale Arbeitsform schon gibt?

Warum nimmt man nicht einfach ein Scrum-Team? 🙂

Da gibt es einen Product Owner der sich um die schnellen Entscheide kümmert und ein Team das mit Comittement und Selbstorganisation darum kümmert das die Interessen der Firma bestmöglich umgesetzt werden.

 

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